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Wein aus Israel

Hebräische Seite der \ Heiligen Schrift
Hebräische Seite der
Heiligen Schrift

Das Alte Testament beschreibt im 4. Buch Mose, wie die Kinder Israels unter der Führung von Mose nach Ihrer Sklaverei in Ägypten eine lange Reise ins gelobte Land antraten. Vor Ihrer Ankunft schickte Mose von der Wüste Paran (heute Negev) aus zwölf Kundschafter in das gelobte Land, Kanaan. Als diese wieder zurückkamen und sich mit Mose berieten, sprachen sich nur Josua und Kaleb für den Einzug ins neue Land aus. Die anderen, nicht besonders beeindruckt von dem, was sie vorgefunden hatten, rieten Mose davon ab — infolgedessen traten die Israeliten ihre vierzigjährige Wanderung durch den Sinai an. Die Kundschafter kamen jedoch mit Weintrauben zurück, die sie in Kanaan gefunden hatten (4. Mose 13, Vers 24). Mit Sicherheit wurde damals auch Wein aus diesen in Kanaan geernteten Trauben hergestellt. Aber heute kann wohl niemand mehr sagen, wie dieser Wein damals geschmeckt hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er — verglichen mit heutigen Weinen — grauenhaft schmeckte.

Wein wurde in Israel bereits in vor-biblischen Zeiten produziert, aber bis vor kurzem gab es keinen Grund, stolz auf diese Weine zu sein. Damalige Weinlieferungen an das Alte Ägypten belegen, dass die Weine so schlecht waren, dass sie mit Honig und Wacholderbeeren angereichert wurden um sie schmackhaft zu machen. Auch später, zu Zeiten des Antiken Roms, waren die isrelischen Weine angeblich viel zu dick und süß. Vor diesem Hintergrund war es eine Gute Sache, dass die lokale Weinindustrie durch die muslimische Eroberung im Jahr 636 n. Chr. für etwa 1200 Jahre stillgelegt wurde.

Portrait von \ Edmond de Rothschild
Portrait von
Edmond de Rothschild

Auch als im Jahr 1870 die Weinproduktion in Israel dank Baron Edmond de Rothschild wieder anfing, verlief nicht alles wie erhofft: die meisten Weine waren süß, ungekünstelt und einfach nicht ansprechend. So wurde z.B. dem britischen Premierminister Benjamin Disraeli im Jahre 1875 eine Flasche koscherer Rotwein aus Palästina gereicht. Nach ein paar Schlucken beschreibt er den Geschmack mit „nicht wirklich wie Wein, sondern eher wie das, was mir mein Arzt als Heilmittel bei Husten verschreibt“. Bis in die 1960er Jahre behielten israelische Weine unter Weinkennern zu Recht den Ruf, zu süß und zu grob zu sein.

Anspruchsvolle Weinliebhaber wissen, dass sich die israelischen Weingüter inzwischen von den billigen, übersättigend süßen Weinen, die in der Kehle brennen und Tränen auf die Wangen treiben, verabschiedet haben. Viele trockene Rot- und Weißweine sind inzwischen so gut wie einige der feinen kalifornischen Weine. Einige sind sogar so gut, dass sie keinen Vergleich mit den allseits respektierten Weinen aus Frankreich scheuen müssen. Manchmal fruchtig und bei anderen Gelegenheiten staubtrocken, und oft mit sehr guter Balance, Körper und Aroma.

Da es in den letzten Jahrzehnten immer mehr Israelis ins Ausland zog, insbesondere in die USA und nach Europa, stieg auch die Nachfrage an anspruchsvollen Weinen. Und zwar nicht nur aufgrund des zeremoniellen Wertes für die Israelis, sondern einfach durch den wachsenden Bekanntheitsgrad. Aufgrund dieses Exportanstiegs waren die israelischen Weingüter einem internationalen Druck ausgesetzt und mussten in der Folge qualitativ zulegen. So begann z.B. die Golan Heights Winery, die im Jahr 1983 gegründet wurde, erfolgreiche Rebsorten aus Kalifornien zu importieren und in Israel unter Anleitung amerikanischer Winzer anzubauen. Der Erfolg zeigte, dass dies ein wichtiger Schritt hin zu besseren Weinen war — Israel befand sich nun im Aufschwung und andere Kellereien zogen nach und riskierten neue Experimente und neue, junge Weingüter wurden gegründet.

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Das englischsprachige Buch „Rogov's Guide to Israeli Wines“ führt durch die Welt der israelischen Weine
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Ebenfalls verbessert wurde die Qualität der angebauten Trauben, indem die Kellereien die Besitzer der Weinberge finanziell unterstützte. So wurden einerseits Prämien eingeführt, um besonders hochwertige Lieferungen, also Trauben mit hohem Zuckergehalt und Säure, zu belohnen — andererseits wurden nun aber auch Trauben abgelehnt, wenn diese den Qualitätsansprüchen nicht entsprachen.

Die „neuen“ Golan-Weine waren von Anfang an ein Erfolg. Bereits ihr zweiter Wein, ein Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 1984, gewann eine Goldmedaille bei der International Wine and Spirit Competition. Seither ist das Weingut, übrigens im Besitz der Kibbuzim und anderen weinliefernden Landwirten, stetig gewachsen und produziert heute mehr als drei Millionen Flaschen jährlich — mit einem jährlichen Wachtum von weiteren 20%.

Leider haben nicht alle der israelischen Weingüter diesen Quantensprung in der Qualität geschafft. Auf den folgenden Seiten versuchen wir, eine Überblick über die interessantesten Kellereien Israels zu geben. Natürlich ist es nicht vermeidbar, dass dabei auch ein wenig Subjektivität mitspielt — wir versuchen, diese in Grenzen zu halten. Natürlich sind sie eingeladen, uns Ihre eigenen Erfahrungen mitzuteilen.

(c) 2009 IsraelWein.de — Dieser Text wurde von uns übersetzt, mit freundlicher
Genehmigung von Daniel Rogov, dem Autor des englischen Originals.

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