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Carmel Winery
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Carmel Winery

Die Gründung der Kellerei Carmel im Jahre 1882 geht zurück auf Baron Edmond de Rothschild, der mit großem finanziellen Engagement und durch die Entsendung französischer Weinsachverständiger die historische Weinkultur im Heiligen Land neu belebte. So kommt es, dass französische Rebsorten in dem sonnigen, fast regenlosen Klima Israels unter nahezu idealen Bodenbedingungen heranreifen und den Weinen ihre Fülle und Harmonie verleihen. Hier vereinigen sich günstigste Anbaubedingungen und modernste Kellertechnik. Es handelt sich ausschließlich um koschere Weine, was auch durch das traditionelle Koscher-Zeichen auf dem Rücketikett dokumentiert wird.

Eine Erfolgsgeschichte

Küferei in Zikhron Ya'akov in den 1890ern
Küferei in Zikhron Ya'akov in den 1890ern

Bereits zu Zeiten der Ersten Alija (die erste Einwanderungswelle von Juden ins gelobte Land, 1882 bis 1903) hatten Siedler die Idee, in Israel Wein anzubauen. Mangels Erfahrung suchten sie Unterstützung von außerhalb und fanden mit Baron Edmond de Rothschild, ein wohlhabender Zionist aus Frankreich, kompetente Hilfe. In der Nähe von Rishon LeZion, südöstlich von Jaffa, wurden die ersten Weinberge gepflanzt und eine Weinkellerei gegründet. Im Jahre 1882 wurden dazu französische Rebsorten importiert und Rothschild schickte einige seiner erfahrensten Weinspezialisten ins Land. Der Erfolg führte dazu, dass bereits wenige Jahre später eine zweite Kellerei in Zikhron Ya'akov, im Carmelgebirge südlich von Haifa, aufgebaut wurde.

Mit dem Ziel, die angebauten Weine nicht nur in Palästina und dem Osmanischen Reich zu vermarkten sondern auch ins Ausland zu exportieren, wurde bereits im Jahr 1895 die „Carmel Wine Company“ gegründet. Zunächst waren die Länder Polen, Österreich, Großbritannien und die USA als Abnehmer anvisiert. Das Geschäft lief erfolgreich und 1896 wurden die Weine von Rishon LeZion in Deutschland bekannt, als sie den Besuchern einer Internationalen Ausstellung in Berlin angeboten wurden. Schon 1900 gewann einer dieser Weine eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris — ein gelungener Start.

Erst 1902 fanden die beiden Kellereien mit „Carmel Mizrahi“ einen gemeinsamen Namen. Und schon wenige Jahre später, 1906, wurden die beiden Weinberge und der gesamte Verwaltungsapparat urkundlich an die beteiligten Weinbauern übertragen, die sich in der „Societé Cooperative Vigneronne des Grandes Caves, Richon le Zion and Zikhron Jacob Ltd.“ zusammenschlossen. Heute gehören dieser etwa 800 Weinbauern an. Entsprechend vielfältig ist das Angebot erlesener, harmonischer Weine.

Im frühen 20. Jahrhundert blühte das Weingeschäft. Die „Carmel Wines Company“ eröffnete überall im Nahen Osten neue Zweigstellen, aber auch in London, Warschau und Berlin. Der Erste Weltkrieg kurbelte die Nachfrage an, insbesondere aufgrund der durch Palästina marschierenden alliierten Truppen. Mit dem Kriegsende begann eine schwere Zeit für die Weinhersteller, die wichtigsten Absatzmärkte drängten zurück: in Russland wegen der Oktober-Revolution, in den USA wegen des Alkoholverbots (Prohibition) und in Ägypten und dem Nahen Osten wegen des aufkommenden arabischen Nationalismus. In der Folge wurden viele Weinberge zugunsten von Zitrusfrüchten, Datteln und Oliven und anderem Obst abgerissen.

Doch während des Zweiten Weltkriegs wuchs die Weinindustrie wieder, insbesondere aufgrund ständiger Einwanderungswellen, die eigene Trinkgewohnheiten mit ins Land brachten und so den inländischen Konsum schrittweise veränderten. Nach dem Krieg konzentrierte Carmel sich auf die Produktion von süßen Weinen für sakramentale Zwecke. Doch im Laufe der Zeit veränderte sich die globale Weinkultur und auch in Israel fing man an, neue Rebsorten anzubauen.

Das neue Jahrtausend

Carmel Winery
Carmel Winery

Seit den 1990er Jahren wurde Wein immer populärer und damit stiegen auch die Anforderungen an die Qualität der Trauben und den Verarbeitungsprozess. Seit dem Jahrtausendwechsel wurden neue Weinberge erschlossen, moderne Gär- und Produktionstechniken umgesetzt und bestehende Weinkellerein grundlegend renoviert. Junge, motivierte und hoch qualifizierte Winzer wurden eingestellt, darunter viele, die in Australien gearbeitet oder studiert hatten. Neue Wein-Serien wurden ausprobiert, man experimentierte mit der Herstellung von Spirituosen wie Brandy und diversen Likör-Sorten, mit Olivenöl und Weinessig. Letztendlich besinnte man sich im Jahr 2005 wieder auf alte Tradition, die Produktion von Wein. Daneben blieben nur einige erfolgreichen Sparten bestehen, etwa die Reihe „Sabra Liqueurs“, die erst 2003 entstanden war.

Seit jeher sind die Weine der Carmel-Kellerei koscher, alle Regeln des Kashrut werden also eingehalten. Viele Weine sind sogar mewuschal, um sicherzustellen, dass er auch dann koscher bleibt, wenn ein Jude, der den Sabbat nicht einhält, ihn ausschenkt. Carmel hat zu diesem Zweck eine Blitz-Pasteurisierung entwickelt, die die Qualität des Weines nicht beeinflußt und von den meisten religiösen Juden als mewuschal anerkannt wird.

Inzwischen exportiert Carmel in über 40 Länder der Erde, die Weine finden sich also in Wein-Boutiquen und Einzelhändlern rund um den Globus. Und mit einer Jahresproduktion mehr als 20 Millionen Flaschen steht die Carmel-Kellerei an der Spitze der israelischen Weinindustrie, das entspricht etwa 50% der gesamten Weinproduktion in Israel.

Unerklärlicherweise hat die Carmel Weinery im Sommer 2008 beschlossen, zukünftig nur noch die höherwertigen Weine zu exportieren. Es bleibt zunächst abzuwarten, ob Carmel dies langfristig durchziehen wird oder dem Druck der internationalen Nachfrage nachgeben muss. Es wäre schade, wenn das breite Sortiment der Carmelweine in Deutschland fehlen würde. Insbesondere die preisgünstigeren Weine waren bei Otto-Normalverbrauchern sehr beliebt — und Flaschenpreise oberhalb der 30-EUR-Marke sind dann doch eher was für wahre Liebhaber.

Die Kellerei

Yatir Forest
Yatir Forest

Die Weinkellerei Carmel pflanzt bis heute Wein in den damaligen Weinbergen an, in Rishon LeZion und Zikhron Ya'akov. Die Gebäude der Rishon LeZion Winery wurden 1890 mit Hilfe von Baron Edmond de Rothschild aufgebaut und sind noch heute in Betrieb. In den 1990er Jahren wurden die Gebäude grundlegend renoviert. In Hinsicht auf die Menge des produzierten Weins gilt sie als die größte Kellerei Israels. In der zweiten Kellerei Zikhron Ya'akov Winery, errichtet 1892, werden heute neben Trauben auch Oliven verarbeitet. In ihren Weinbergen werden jedes Jahr zur Erntezeit eine Unmenge an Trauben geerntet, mehr als in jedem anderen Weinberg Israels. Die Verwaltungsgebäude Carmels befinden sich zwar in Rishon LeZion, doch hier ist die kellerei-eigene Research-and-Development-Abteilung zu Hause. Neue Innovationen der Carmel-Kellerei kommen also in den meisten Fällen von hier.

Nachdem Carmel in den letzten hundert Jahren nur in diesen beiden Kellereien produzierte, wurde im Jahr 2000 die neue, kleine Weinkellerei Yatir Winery in Tel Arad, im nordöstlichen Negev, gebaut. Nachdem sie zunächst als ein gleichberechtigter Zusammenschluss zwischen Carmel und den lokalen Weinbauern war, ist sie heute vollständig im Besitz der Carmel Winery. Die dort verarbeiteten Trauben kommen aus eigenen Weinbergen im Yatir Forest in den judäischen Bergen, dem größten Waldgebiet Israels mit Höhen bis zu 900 Metern über NN. Die dort produzierten Weine landen nicht als „Carmel“-Wein auf dem Markt sondern werden unter dem eigenen Label „Yatir“ vermarktet — zurzeit immerhin etwa 120.000 Flaschen jährlich.

Ebenfalls neu gebaut wurde eine kleine Kellerei in Ramat Dalton, im oberen Galiläa. Dort werden seit 2004 Trauben aus Weinbergen in Galiläa und den Golanhöhen verarbeitet.

Die Weinberge

Zur Carmel Winery gehören viele Weinberge in Israel, von Galiläa und den Golanhöhen bis hinab zur Negev-Wüste. Etwa 50% aller in Israel geernteten Trauben gehen auf Carmels Konto — immerhin durchschnittlich 25.000 Tonnen pro Jahr. Die Anbaufläche beträgt insgesamt etwa 1.500 Hektar. Der frühe und erfolgreiche Export hat Carmel verholfen, zur größten Kellerei Israels zu werden.

In Galiläa und den Golanhöhen reifen aufgrund der Höhenlage und des günstigen, kühleren Klimas hochwerte Trauben heran. Die geernteten Früchte gehen zur Weiterverarbeitung an die Ramat Dalton Winery. Die Küstenregionen der Sharon-Ebene sind seit jeher das Anbaugebiet für Carmel. Hier liegen die größten Weinberge Israels und genießen einerseits die frische Brise des Mittelmeers und andererseits den Schutz des Carmelgebirges. Hauptsächlich das Gebiet um die Weinbau-Städte Zikhron Ya'akov und Binyamina wird von üppigen Weinbergen geprägt. Weiter südlich in der Dan-Region bis hin zu den judäischen Bergen wird ebenfalls viel Wein angebaut. Als Israels zweitgrößtes Anbaugebiet bietet es ein hervorragend mediterranes Klima, heiß und feucht im Sommer und mild und warm im Winter. Mittendrin liegt die Rishon LeZion Winery.

Neben weiteren Weinbergen im Yatir Forest baut Carmel neuerdings auch im Negev Wein an. Hier muss sich aber noch zeigen, wie Carmel mit dem eher wüstenähnlichen Klima zurechtkommt, sehr heiße Tage und kalte Nächte sind hier üblich. Neben dem Anbau gilt es ja auch, die Trauben gekonnt weiterzuverarbeiten — was den Trauben eines Anbaugebiets gut bekommt kann anderen schon wieder schaden. Hier ist dann wieder die Erfahrung von Carmels Önologen gefragt. Wollen wir's abwarten und das Beste hoffen — bisher hat Carmel seine Kundschaft nur selten enttäuscht.

(c) 2009 IsraelWein.de

Links

http://www.carmelwines.co.il (hebräisch)

http://www.carmelwines.co.il/en/http (englisch)

http://www.yatir.net/en/main.html (englisch)

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