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Pessach

Die Mehrheit der Israelis will den traditionellen Seder-Abend19.04.2011 http://www.israelnetz.com
JERUSALEM (inn) — Die Mehrheit der Israelis will den traditionellen Seder-Abend begehen, mit dem die Pessach-Woche eingeläutet wird. Laut einer Umfrage des Zentralbüros für Statistik gaben 82 Prozent der säkularen Juden an, den ersten Abend des Festes vorschriftsmäßig abzuhalten.
Bei den Juden, die sich selbst als „traditionell, aber nicht so religiös“ bezeichneten, gaben 93 Prozent an, den Seder-Abend zu feiern. Unter den „traditionell religiösen“ Juden waren es 98 Prozent.
An die vorgeschriebenen Speiseregelungen während der Pessach-Woche wollen sich 22 Prozent der säkularen jüdischen Bevölkerung halten. Sie wollen auf herkömmlich gesäuerten Teig verzichten. Bei den „traditionellen, aber nicht so religiösen“ Juden lag diese Zahl bei 68 Prozent und bei den „traditionell religiösen“ bei 90 Prozent.
Bei der Umfrage wurden die Teilnehmer auch gefragt, ob sie eine Trennung von Religion und Staat befürworteten. 57 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung sprachen sich dafür aus. Bei den religiösen Juden waren es 23 Prozent, bei den Ultra-orthodoxen (Haredim) 14 Prozent und bei den Säkularen 77 Prozent. Die Mehrheit der gesamten jüdischen Bevölkerung, 64 Prozent, sprach sich zudem für eine Öffnung von Restaurants, Bars und Kinos am Schabbat aus. 53 Prozent waren zudem dafür, dass die öffentlichen Verkehrsmittel an dem jüdischen Feiertag operierten.
Weitere Informationen zum Pessach-Fest finden sich in unserem Hintergrund „Dank für Befreiung aus Sklaverei: Juden feiern Pessach“.
Von: D. Nowak

Dank für Befreiung aus Sklaverei: Juden feiern Pessach Hintergrund Information bei: http://www.israelnetz.com Das Pessach-Fest (Passah) erinnert die Juden an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten unter Moses Führung. Es beginnt am 15. Tag des Monats Nissan — in diesem Jahr mit dem Abend des 18. April — und dauert eine Woche. Am ersten und am letzten Tag der Festwoche wird in Israel nicht gearbeitet. Die Schüler haben Pessach-Ferien. Im biblischen Buch Exodus (2. Mose) wird geschildert, wie sich die Israeliten auf den Auszug aus Ägypten vorbereiteten. Weil sie keine Zeit hatten, um Sauerteig anzusetzen, aßen sie ungesäuerte Brote (Matzen). Aus diesem Grund müssen während des Festes alle Speisen ohne Sauerteig zubereitet werden. Bereits mehrere Wochen vor Pessach beginnen Juden, das ganze Haus zu putzen, bis kein Sauerteig mehr zu finden ist. Das Alltagsgeschirr wird gegen spezielles Pessach-Geschirr ausgetauscht. Vor dem Seder-Abend, der das Fest eröffnet, werden die Sauerteigreste symbolisch verbrannt. „Seder“ ist das hebräische Wort für „Ordnung“. Die Bezeichnung bezieht sich auf den festen Ablauf des ersten Festabends, der in der Haggadah (Erzählung) aufgeschrieben ist. Die Haggadah enthält Lobgebete, Lieder, Bibeltexte und weitere liturgische Elemente. Wichtig sind die vier Fragen, die traditionell der jüngste Sohn stellt. Darin wird geklärt, worin sich diese Nacht von allen anderen Nächten des Jahres unterscheidet. Der Familienvater antwortet, indem er die Geschichte von der Sklaverei des Volkes Israel und vom Auszug aus Ägypten erzählt. Matzen, vier Gläser Wein und symbolische Speisen gehören zum Seder. Sie deuten unter anderem auf die Fronarbeit in Ägypten und das einstige Opfer im Tempel. Es gibt auch eine Festmahlzeit. Ein Weinglas steht für den Propheten Elia bereit. Er soll die Ankunft des von den Juden erwarteten Messias ankündigen, sobald sie unmittelbar bevorsteht. Viele pilgerten einst nach Jerusalem Zur Zeit des Tempels pilgerten viele Menschen nach Jerusalem, um das Pessach-Lamm zu opfern. Nach Schätzungen des römisch-jüdischen Geschichtsschreibers Josephus Flavius kamen im Jahr 65 vor der Zeitrechnung drei Millionen Menschen zum Fest. Heute schlachten nur noch die Samaritaner zu Pessach ein Lamm. Sie leben als kleine Gruppe auf dem Berg Garitzim in der Nähe der palästinensischen Autonomiestadt Nablus sowie in der israelischen Stadt Holon. Jeder Jude, der Pessach feiert, soll so sein, als wäre er selbst aus Ägypten ausgezogen. Vor allem in Zeiten der Unterdrückung hoffen Juden darauf, dass Gott sie auch aus dieser Sklaverei befreien wird. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen Auch in diesem Jahr sind die israelischen Sicherheitskräfte während der Festwoche in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Palästinensergebiete werden komplett abgeriegelt. Von: Elisabeth Hausen ( Rechte bei: http://www.israelnetz.com )